Das Literaturprogramm von artspring berlin: Signale von Schreibtischen

Lesungen an menschenleeren Orten. Signale von Schreibtischen – und wieder Premieren:

Autor:innen: Michel Ackermann, Uta Ackermann, Juliane Beer, Sherko Fatah, Johannes Jansen, Erez Majerantz, Saskia Nitsche, David Wagner
Bereits erschienen:

Michel Ackermann und Uta Ackermann lesen aus ihren Lyrikbänden

»Stimmwirbel – Glaub der Wirklichkeit nicht alles«, »gegend aus der FERNE« sowie »Neunundneunzig Sätze über Engel«, und neue, für diese Lesereihe entstandene dialogische Texte – poetische Variationen über das Thema Signale: Klänge ohne Deklination von Sinn /sichtbare Konjugationen des Entlaufenen/ phantasmatische Relationen des Hinter-Sprechens / welches Phänomen ereignet sich als Signal?

Michel Ackermann, geboren 1964, hat an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe Komposition bei Prof. Wolfgang Rihm studiert.
Seit 1997 lebt er in Berlin und arbeitet dort als Jazzpianist und Musiklehrer. Zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik, Prosa und Essays, darunter »Stimmwirbel – Glaub der Wirklichkeit nicht alles«, 2016 und »Happy Family Hour«, 2019

Uta Ackermann, geboren in Dresden, studierte in Leipzig, Leningrad und Paris. Neben Lyrik, Prosa, Texten für Theater und Oper und Übersetzungen veröffentlichte sie Hörspiele und Features. 2019 erschien ihr Lyrikband Neunundneunzig Sätze über Engel.

Der Romancier David Wagner

liest aus seinen Büchern Welche Farbe hat Berlin und Mauer Park“ sowie eine Kostprobe aus seinem im September erscheinenden Band „Verlaufen in Berlin“.

David Wagner, geboren 1971, debütierte mit dem Roman »Meine nachtblaue Hose«. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen und Preise, darunter der Preis der Leipziger Buchmesse 2013 für »Leben« und der Bayerische Buchpreis für »Der vergessliche Riese« 2019. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt.

Erez Majerantz mit „Therapie-Taxi“

Wer das Live-Gefühl seit einem Jahr vermisst, kommt hier auf seine Kosten: Der Autor hat sein Stück vor Ort im Lichtblick-Kino als szenische Lesung inszeniert.

Der seit 2016 in Berlin lebende israelische Autor Erez Majerantz feierte im letzten Jahr bei uns die Buchpremiere seines Erzählungsbands „Das Leben an sich ist das Geringste aller Übel“. Diesmal stellt er sein frisch übersetztes Stück „Therapie-Taxi“ in einer szenischen Lesung vor. Erez Majerantz selbst liest die Rolle eines Taxifahrers, der Passagieren und Therapeuten nicht nur zuhört, sondern ihnen zuspricht, bis auch er an seine Grenzen kommt… Katja Chava Satolokina, Matthias Vogt und Judith Fritsch lesen mit.

Juliane Beer mit „Doch auserwählt“

Juliane Beer stellt ihr gerade veröffentlichtes Buch »Doch auserwählt« vor: Susanna ist nach dem Krieg mit Mann und Sohn von Bolivien nach Deutschland zurückgekehrt – und muss bald an allen Fronten kämpfen, denn ihr Sohn heiratet eine nichtjüdische Frau.

Juliane Beer, geboren 1964 in Bonn, verbrachte ihre Kindheit in Nordrhein-Westfalen, ihre Jugend in London und Norddeutschland. Seit 1984 lebt sie in Berlin. Brotjob Wirtschaftsübersetzerin. Neben ihrer Autorentätigkeit samt diversen Publikationen war sie auch an verschiedenen Off-Theater-Produktionen beteiligt. Im April 2021 erschien der Roman »Doch auserwählt«.

Der Lyriker Johannes Jansen liest aus seinem unveröffentlichten Langgedicht »Nervenschmerz.

Chronik einer Erkrankung«: Manchmal ein tröstendes Licht im Lebens- bogen / die Wiederkehr des Grüns / das Leiden an der Wiederkehr obwohl sie doch satt macht.

Johannes Jansen, geboren 1966 in Ost-Berlin, aufge- wachsen in Freiburg, Leipzig und Pankow. Nach der Lehre als Graveur und der Absolvierung des Armeedienstes bei der NVA studierte er Gebrauchsgrafik. Er lebt als freier Autor in Berlin und erhielt Preise und Stipendien für sein Werk, darunter den Preis des Landes Kärnten beim Inge- borg-Bachmann-Wettbewerb 1996 und die Ehrengabe der Deutschen Schiller-Stiftung 1997.

Zahlreiche Veröffentlichungen von Gedichten
und Prosa. Zuletzt: »Wegzehr«, Distillerypress, Berlin, 2017

Sherko Fatah liest aus „Schwarzer September“,

einem Roman über den Terrorismus der Siebziger, über rebellische Idealisten, die zu Werkzeugen werden in einem Zusammenhang, den sie nicht überschauen.

Sherko Fatah, geboren 1964 in Berlin, aufgewachsen
in der DDR als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen.
1975 siedelte er über nach West- Deutschland. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin und lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Berlin. Zahlreiche Aus- zeichnungen, darunter 2001 aspekte-Literaturpreis, 2015 Fontane-Preis/Großer Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin, und Veröffentlichungen, zuletzt »Der letzte Ort«, Roman, 2014, »Schwarzer September«, Roman, 2019

Saskia Nitsche mit „Drop“

Saskia Nitsche liest aus ihrem Romanmanu- skript »Drop«: Hier geht es um vier junge Figuren, die in einem ostdeutschen Hochhausblock leben, welcher unter dem bedrängenden Eindruck eines nahgelegenen und erst kürzlich wiedereröffneten Militärübungsplatzes steht.

Saskia Nitsche, geboren 1986 in Bamberg, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie schreibt Dramatik und Prosa und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Förderungen und Nominierungen. Werkstattaufführungen ihrer Stücke u.a. an den Münchner Kammerspielen. Veröffentlichungen in Zeitschriften und An- thologien. Zuletzt Fertigstellung ihres ersten Romans »Drop«.

Menü