Vernissage: Donnerstag 26. Februar um 18 Uhr
Ausstellung: 16. 02. – 14. März
Öffnungszeiten:
Pop Up Store: Rathauscenter Pankow, 1. OG, Breite Straße 20, 13187 Berlin
CRIMINAL
CRIMINAL untersucht die widersprüchliche gesellschaftliche Existenz von Frauen. Unabhängig von den Rollen, die Frauen einnehmen, werden sie häufig unter dem Zeichen des Verdachts betrachtet. Historisch wurden Motive und Integrität von Frauen allein durch ihre bloße Existenz infrage gestellt. Was situativ „schiefläuft“, wird nicht selten einer weiblichen Mitverantwortung zugeschrieben: der Hexe, der Hure oder der lügenden, eifersüchtigen, verschmähten Frau. Gleichzeitig werden Frauen, wenn sie sprechen, häufig zum Schweigen gebracht, übergangen oder zur Gegenspielerin erklärt. CRIMINAL greift diese Mechanismen auf und spielt mit ihnen.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten der in Pankow lebenden Künstlerin Dominique Suberville aus Mexiko. Ihre Werke betrachten den Körper aus einer soziologischen Perspektive und bewegen sich zwischen Fürsorge und Gewalt. Ausgehend von einem spezifischen Blick auf das Verhältnis von Frauen und Gesellschaft in Mexiko thematisiert sie einerseits Weiblichkeit als Sorgearbeit und als Trägerin von Leben, andererseits die Realität von Gewalt, der Frauen dort in einer von Machismo geprägten Kultur ausgesetzt sind. Zugleich verweist die Ausstellung darauf, dass diese Dynamiken nicht an nationale Grenzen gebunden sind. Der Titel der Ausstellung geht auf einen Song von Fiona Apple zurück, einer Künstlerin, die Suberville schätzt. Zu sehen sind Malerei, Objektarbeit und Video.


Dominique Suberville arbeitet interdisziplinär mit Video, Installation, Audio und Performance. In ihrer Praxis legt sie Machtverhältnisse offen, die zwischen Institutionen sowie individuellen und kollektiven sozialen Erfahrungen wirken, insbesondere dort, wo diese Erfahrungen den Körper betreffen. Indem sie Normen und etablierte soziale Protokolle infrage stellt, untersucht sie, wie Institutionen aus persönlicher wie gemeinschaftlicher Perspektive wahrgenommen werden und welche politischen und gesellschaftlichen Folgen sich aus diesem Verhältnis ergeben können.

