Eröffnung der Ausstellung „Neuzugänge artothek 2026

Vernissage im Pavillon am Milchhof am Mittwoch den 7. Januar um 18:00 Uhr in der Schwedter Str. 232.
Ausstellungslaufzeit 08.01. bis 25.01.2026

Die Ausstellung Neuzugänge artothek berlin stellt die Positionen vor, die 2026 neu in den Bestand der artothek berlin aufgenommen wurden. In diesem Jahr wurden vier Künstler:innen ausgewählt, deren Arbeiten das Angebot der artothek berlin erweitern. Die Ausstellung gibt Einblick in die Neuzugänge, die künftig als Leihgaben zur Verfügung stehen.

Die artothek berlin ist ein Artsharing-Angebot, das Kunst ausleihbar macht und so den direkten Zugang zu zeitgenössischer Kunst ermöglicht. Seit ihrer Gründung versteht sie sich als Schnittstelle zwischen Künstler:innen und Öffentlichkeit. Die regelmäßige Aufnahme neuer Positionen sichert die Aktualität des Bestandes und spiegelt die Vielfalt künstlerischer Praktiken in Berlin, insbesondere im Bezirk Pankow.

In ihren installativen Arbeiten im Stadtraum konzentriert sich Katharina Lüdicke auf vorläufige und unvollkommene Aspekte von urbanem Raum und Architektur. Es entsteht eine zukünftige Perspektive auf die soziale und gebaute Umwelt. In Anlehnung an Frank Lloyd Wrights Idee The destruction of the box fertigt sie seit 2014 unter dem Titel Angriff auf die Ecken und Kanten neben ihrer Arbeit im Stadtraum weitere Installationen, Collagen und Plastiken an. Ziel ist es, einen Erkenntnisprozess nachzuvollziehen, der in der Architektur des 20. Jahrhunderts stattgefunden hat, bei dem raumumschließende Wände wegfallen, Innenräume sich befreien und gewohntes Sehen herausgefordert wird.

Marco Born arbeitet mit Zeichnung und Malerei. Seine Arbeiten entstehen aus einer kontinuierlichen künstlerischen Praxis, die seit vielen Jahren entwickelt wird. „Die Ästhetik von Marco Born ist sehr bewusst und schafft eine neue Ausdrucksform. Eine eigene Sprechweise, ein farbiges, lebhaftes Zeugnis einer Vitalität, die nur ein Künstler wie er in seiner angeborenen Unschuld zeigen kann. Seine Malerei will Menschen in eine neue Wirklichkeit versetzen und zeigt einen lebendigen, pulsierenden Raum.“ Werner Ahring, Dipl.-Künstler, Meisterschüler

Marco Born wurde 1973 in Berlin geboren. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er künstlerisch bei Werner Ahring in dessen Atelier. Seine Arbeiten wurden zwischen 2000 und 2024 in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Deutschen Theater Berlin, im Kunsthaus Tacheles Berlin, in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und in der Brotfabrik Berlin.

André Bauersfeld verfolgt das Anliegen, das Sichtbare, Tastbare, Hörbare und Fühlbare auf eine grundlegende Struktur zurückzuführen und dafür eine eigene und zugleich allgemeinverständliche Symbolik zu finden. Verfremdete Zeichen werden derart dirigiert, dass ein Kunstzusammenhang entsteht. Grafisch, malerisch und plastisch sucht er nach Klangrhythmen, „die einem Naturgedicht genau so verwandt sein können wie dem Räderwerk einer Maschine“. Bauersfeld ist künstlerisch tätig als Maler, Zeichner, Plastiker und Keramiker.

Als Künstlerin befasst sich Veronike Hinsberg mit dem, was „da“ ist und was ihrem Interesse an dem Hergestellten und dem Raumbildenden entgegenkommt. Sie findet Orte und Gegenstände, an denen sich über Form oder Benutzungsspuren Rückschlüsse auf Gebrauch, Entwicklungen und Kultur ziehen lassen. Sie interessiert, wie Dinge und Orte zu dem wurden, was sie heute sind, und wie sich aus diesem Zustand Zukünftiges ergeben könnte. Anhand der von ihrer Mutter gesammelten Textilien untersucht sie die kulturellen und physischen Einschreibungen in das Material und verwendet das Textilkonvolut in verschiedenen Installationen und an unterschiedlichen Orten.

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