Andrea Streit im Pop Up Store

Vernissage: Donnerstag 24. September um 18 Uhr
Ausstellung: 24. 09. – 10. Oktober
Öffnungszeiten: Di 11-14 Uhr, Fr & Sa 16-19 Uhr
Pop Up Store: Rathauscenter Pankow, 1. OG, Breite Straße 20, 13187 Berlin

Happy End

Happy End ist eine partizipatorische Ausstellung aus Installation, Animationsfilm und Malerei. Im Mittelpunkt steht die 2,50 x 1,50 Meter große Installation Eintritt frei, Eine Alternative geht noch!, die sich im Verlauf der Ausstellung verändert. Ergänzt wird sie durch den Animationsfilm „Der Anfang meiner Ansiedlung“ und sechs Gemälde in Eitempera auf Leinwand. Die Gemälde zeigen Neuankömmlinge in der Stadt, meist im hektischen Stadtleben und aus der Vogelperspektive betrachtet.

Besucher sind eingeladen, an der Weiterentwicklung der Installation mitzuwirken. Sie können Wünsche für nachhaltiges und soziales Wohnen formulieren, Skizzen und Pläne entwerfen und mit Grundflächen und Nutzungskonzepten experimentieren. Mit Styropor, Papier, Klebstoff und Zahnstochern entsteht innerhalb der bestehenden Installation Schritt für Schritt ein Modellhaus nach ökologischen und gemeinwohlorientierten Vorstellungen. Das Projekt ist ergebnisoffen angelegt und entwickelt sich während der Ausstellung gemeinsam mit den Beteiligten weiter.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Projekt, das Andrea Streit 2016 während des zehntägigen Symposiums „Wandel 2.0“ im Kölner Freiluft-Kulturraum „Odonien“ entwickelte. Dort schlüpfte sie in die Rolle einer Zuwanderin und lebte mit kleinem Gepäck, einem Stück Land und einem Tagegeld von 15 Euro. Die dabei gemachten Erfahrungen und Begegnungen führten zur Installation Eintritt frei, Eine Alternative geht noch! und zum Animationsfilm Der Anfang meiner Ansiedlung. Beide Arbeiten erzählen von den physischen, emotionalen und sozialen Herausforderungen von Zuwanderung und bilden heute den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung hin zu einem Happy End.

Der künstlerische Schwerpunkt von Andrea Streit liegt auf Malerei und Zeichnung. Zugleich arbeitet sie seit vielen Jahren medienübergreifend mit Installation, Film, Aktionskunst, Konzeptkunst und Comic. Eine gründliche Recherche geht diesen Arbeiten häufig voraus, oft entstehen dabei auch eigene Texte.

Inhaltlich beschäftigt sich Streit mit sozialen Fragestellungen rund um Identität, Urbanität, Klimaschutz und Krieg. Auch Strukturwandel und Gentrifizierung gehören zu den wiederkehrenden Themen ihrer künstlerischen Arbeit. Bereits 2003 realisierte sie ihre erste Rauminstallation zum Thema „Dritter Golfkrieg“. Seitdem verbindet sie unterschiedliche Medien und Formen, um gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf den Alltag zu untersuchen.

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