Ausstellung mit Nicole Nickel und Caspar di Gelmini im Kunstraum FUGE

Ausstellung „Bewegte Bilder IV – Der digitale Raum: Zwischen Veränderung und Kontinuität“
Ausstellung mit Nicole Nickel und Caspar di Gelmini
kuratiert von Vanessa Cardui
Laufzeit: 8. September – 3. November 2022, Vernissage im Kunstraum FUGE am 8. September ab 19 Uhr

Die Ausstellung:

Abstrakt und räumlich, digital und experimentell – das sind wesentliche Merkmale der beiden Video- und Medienkünstler*innen Nicole Nickel und Caspar de Gelmini. Im September und Oktober erwarten die Flanierenden vor dem Kunstraum im Schaufenster sowohl lineare als auch amorphe Sequenzen mit hypnotischem Charakter.

Eine Gratwanderung zwischen Veränderung und Bewegung auf der einen Seite und dem steten Kontinuum auf der anderen Seite, ist das, was beide Kunstschaffenden miteinander vereint. Die Ausstellung zeigt abstrakte Welten im digitalen Raum, die einfach nicht zum Stillstehen kommen.

Die Installationen:

Die Videoinstallation „Polytope 3“ von Nicole Nickel ist eine ortsgebundene Videoinstallation. Abstrakte, fast architektonisch anmutende Formen bewegen sich hinter dem Schaufenster und schweben, wie Overlays, frei auf der Projektionsfläche. Ihre Videoprojektion suggeriert hinter dem Schaufenster eine illusionistische Tiefe.  Die abstrakten Formen lassen vieldeutige Assoziationen zu. Wie eine Zeichnung schwingen sich die Linien durch den durchlässigen Raum und formen ein lineares Gebilde, ein Muster, das sich  stets verändert, sich um sich selbst dreht – Linie für Linie- und zugleich in seiner linearen Gestalt bestehen bleibt.

Auch Caspar de Gelmini arbeitet in seiner Videoinstallation „Leipzig Noir“ mit abstrakten Formen, Linien und Flächen, die in den Raum greifen, sich zyklusartig wiederholen und in unterschiedlichen Variationen aufeinander aufbauen. Diese abstrakt anmutenden Formen entstammen jedoch von realen Mikroskop-Aufnahmen.

In seiner Videoinstallation zeigt Caspar de Gelmini Bilder aus dem arktischen Ozean, die unterschiedlichen, mikroskopierten Wasserpflanzen und Lebewesen auf Mikrobasis entnommen worden sind. Die Proben stammen von Wissenschaftlern der HU Berlin. Die tunnelartige Anordnung der Bewegtbilder spiegelt den Verlauf des Lebens assoziativ wider. Das Thema ist durch den Prozess der Evolution inspiriert. Wie ein Muster ordnen sich die Mikroskop-Aufnahmen im digitalen Raum an und bilden ein Kontinuum, in das der Betrachter wie in einen Sog hineingezogen wird. Die kontinuierlichen Bewegungen kreieren ein Zeit- und Raumgefühl, das den Betrachter aus seiner Wirklichkeit heraustreten lässt.

Die Künstler:innen:

Nicole Nickel, 1968 in Freudenstadt geboren, lebt und arbeitet seit 1995 in Berlin. Sie lehrt an der Universität Braunschweig im Fachbereich Architektur und am Institut für mediales Entwerfen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie studierte Freie Kunst an der Kunsthochschule Mainz und an der Kunstakademie Posen in Polen. http://nicolenickel.de/nickel_video.html

Caspar de Gelmini wurde 1980 in Berlin geboren und studierte Musik in Rostock, Weimar, Stockholm, Basel, Salzburg, Paris und Stuttgart sowie Kunst in Braunschweig. Er lehrt u.a. an der Udk Berlin. Seine Arbeiten verbinden experimentelle Musik mit Videokunst.. Seine Video-Werke wurden in Europa, den USA, Südamerika, Japan und Russland gezeigt und vielfach prämiert. http://www.caspardegelmini.de/

Ausstellung mit Nicole Nickel und Caspar di Gelmini, Vernissage im Kunstraum FUGE am 8. September ab 19 Uhr

Kunstraum FUGE
im Schaufenster der Heinrich-Böll-Bibliothek
Greifswalder Straße 87, 10409 Berlin

Der Kunstraum FUGE sucht übrigens gerade ein neues kuratorisches Konzept!

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